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Marktkommentar zu europäischen Staatsanleihen

10-jährige Staatsanleihen: 5-Jahres-Vergleich

Die Renditen europäischer Staatsanleihen bleiben auf einem attraktiven Einstiegsniveau. Deutsche 10-jährige Staatsanleihen rentieren mit 3,57 % weiter oberhalb von 3 %, dem höchsten Stand seit 2011. Prägend waren zuletzt die straffe Haltung der EZB, eine auf 3,3 % gestiegene Inflation (höchster Wert seit September 2023) und steigende Energiepreise.

Renditevergleich: September 2021 vs. September 2026

Quellen: Tagesschlusskurse 30.09.2021 / 30.09.2026 (countryeconomy.com, 10-jährige Staatsanleihen).

Frankreich rückt ins Zentrum

Die auffälligste Entwicklung des Monats kommt aus Frankreich. Mit 4,82 % kletterte die französische Rendite auf den höchsten Stand seit 2008 und liegt inzwischen klar über Italien (4,59 %) und Griechenland (4,44 %), ein vor fünf Jahren undenkbares Bild. Hintergrund ist die erneute Haushaltskrise: ein für 2026 erwartetes Defizit von rund 5,4 % des BIP, eine Schuldenquote auf dem Weg über 120 % und ein zersplittertes Parlament. Der Risikoaufschlag französischer gegenüber deutschen Anleihen stieg erstmals seit 2012 auf rund 120 Basispunkte. Die klassische Trennung zwischen Kernländern und Peripherie verwischt damit zusehends.

Implikationen für Anleihe-Investoren

Der Renditesprung eröffnet attraktive Einstiegsniveaus, die es seit über einem Jahrzehnt nicht gab. Gleichzeitig bedeuten steigende Renditen zunächst Kursrückgänge für bestehende Bestände mit langer Duration. In allen drei Strategien unserer Vermögensverwaltung nutzen wir das erhöhte Zinsniveau gezielt für die Erhöhung der Duration.

PS Finanz Basics-Anleihen:
Die Grundlagen zum Zusammenhang von Zinsen und Anleihekursen finden Sie unter psfinanz.de/anleihen.

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PS Finanz

Peter Schneider

Qualifikation

MBA für Finanzdienstleistungen (Universität Wales)

Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.)

Berufserfahrung

Finanzberatung seit 1989

Fachbereiche

Vermögensberatung

Vermögensverwaltung